Simone's Ausflugstipps

Simone Walt

Ich wandere für mein Leben gern und bin früher im Kader Ski gefahren, deshalb kenne ich die Wege und Pisten der Umgebung wie meine Westentasche. Zu jeder Jahreszeit biete ich nach vorheriger Reservation begleitete Ausflüge in unsere schöne Bergwelt an. Impressionen von diesen und anderen Streifzügen gibt es in den Bildergalerien unter Mein Toggenburg. Sie wollen sich lieber alleine auf den Weg machen? – kein Problem. Hier einige Anregungen ...

ALPSTEIN-WANDERUNG MIT STEINBÖCKEN UND RHEINTAL-BLICK

Bei tollem Wanderwetter packe ich meinen Rucksack. Achtung: warme Kleider, einige Schweizer Franken Bargeld, Fernglas, Essen und Trinken nicht vergessen! Zuerst laufe ich zum Chuchitobel und nehme den Weg auf die Gamplüt. Dort oben sieht man den Schafberg zum Greifen nah, im Restaurant sage ich «Hallo» und trinke einen Kaffee. Anschliessend geht es weiter in Richtung Alp Loch unterhalb der Alp Schafboden. Gerne schaue ich den Älplern beim Arbeiten und «Chäsen» zu. Ich kaufe einen Laib, er wird aber erst in einigen Wochen die richtige Ess-Reife haben. Nun kommt der längste Aufstieg, denn mein Ziel ist der Rotsteinpass. Es ist Mittagszeit und ich liebe die urchigen Mahlzeiten in den Bergrestaurants des Alpsteins, also hereinspaziert in die Rotsteinpass-Hütte. Nun geht es weiter zum Alpmann-Sattel, diesen Aufstieg meistere ich mit Hilfe der angebrachten Kletterseile problemlos. Oben trinke ich aus meinem Rucksack und nehme mein Fernglas heraus. Ich hoffe, Steinböcke zu sehen – die Berghänge um den Rotsteinpass sind nämlich ein optimaler Steinbock-Beobachtungsposten. Wenn ich kein Glück habe, geniesse ich einfach die vielen Bergspitzen um mich herum. Die nächste Station ist der Zwinglipass. Von dort laufe ich über den Grat zum Mutschensattel. Wenn die Sicht klar ist, besteige ich den Mutschen um in’s St.Galler Rheintal hinunter zu sehen, ich esse «z’Vieri» und mache ein Nickerchen. Dafür hat es hier gerade genug Platz, denn rundum geht es steil bergab. Nun trete ich meinen Abstieg nach Wildhaus an. Ich wandere in Richtung Alp Tesel und dann zum Flürentobel. Am Ende des Tobels sitze ich an den Bach und ziehe meine Schuhe aus. Ein kühles Fussbad ist nun genau das Richtige bevor es wieder zurück ins Dorf geht. (reine Wanderzeit für geübte Wanderer: 5h)

EINSAMER PISTENGENUSS

Als Kind war Skifahren mein «Ein und Alles». Sogar in der Mittagspause stand ich auf die Bretter, um einige Kurven auf den immer gut präparierten Pisten im Toggenburg zu fahren. Auch heute noch geniesse ich das Skifahren sehr. Natürlich bin ich nicht mehr in jeder Pause im Schnee zu finden wie früher, denn ich weiss mittlerweile, wann Hochgenuss geboten wird. Wochentags während der Vor- und Nachsaison, wenn noch niemand oder niemand mehr ans Pisteln denkt, dann sollten Sie zu uns kommen. Die Pisten sind frei, alles hat geöffnet und die  Angestellten haben Zeit für Sie. Ich picke mir diese Tage heraus und brauche nur noch auf tolle Wetterbedingungen zu hoffen. Wenn es soweit ist, habe ich natürlich mein «Herzli» dabei. Bei viel Schnee auf der Sonnenseite benötigen wir den Skibus, welcher uns zur Talstation bringen würde, nicht. Eine «inoffizielle» Hangabfahrt zur Talstation befindet sich gleich vor der  Hirschen-Haustüre. In wenigen Minuten stehen wir beim Thurlift. Er führt uns zum Oberdorf hinauf. Wir fahren hoch bis zum Gamserrugg und nach nur einer Abfahrt geht es weiter in das Gebiet oberhalb von Unterwasser. Beim Espel machen wir Kaffeehalt – die feinen Crèmeschnitten hier müssen Sie probieren! Nun wollen  wir hoch zum Chäserrugg, denn die Ostabfahrt ist morgens ein Genuss. Im Gebiet oberhalb Alt St.Johann bietet der Herrenwald bei viel Pulverschnee eine schöne Herausforderung. Hungrig setzen wir uns am Mittag auf die grosse Terrasse am Iltios. Nachdem der Magen voll ist, sind wir müde. Ein «Pfüsli» in der Sonne nah bei der Hauswand ist jetzt genau das Richtige. Nach weiteren Abfahrten und wieder zurück auf Wildhauser Gebiet begeben wir uns in die Gamserugg-Hütte. Am grossen Tisch setzen wir uns zur geselligen Runde hinzu. Es wird spät und die Pistenkontrolle fordert uns auf, die Talabfahrt zu beginnen. Ein herrlicher Tag geht langsam dem Ende zu.

SCHLECHTWETTER-KOMPENSATION

Ich bin eine «Lädeli-Tante» und kaufe gerne Kleider und alles was so dazu gehört. Was ich nicht im Toggenburg erhalte, wird an einem Schlechtwetter-Tag in St.Gallen beschafft. Via St.Margrethen ist man mit dem Auto in 50 Minuten im Zentrum. Die vielen Parkhäuser ersparen eine zeitraubende Parkplatzsuche. St.Gallen ist eine meiner Lieblingsstädte. Das historische Klosterviertel mit seiner schönen Altstadt hat einen ganz speziellen Charme. Ich schlendere erst durch die Multergasse bis zum Marktplatz. Hin und wieder lasse ich mich von den schönen Schaufenstern verführen und betrete die Läden. (Gut, gibt es bei uns so wenig schlechtes Wetter, denn auch mein Budget ist beschränkt :-) Beim Marktplatz geniesse ich den Rummel um die Busstation und trinke ein erfrischendes Bier. Dabei fällt mir ein, dass hier im Herbst die Olma-Messe stattfindet – ein Klassiker und Muss für Jung und Alt! Jedes Jahr tritt ein anderer Gastkanton auf. Mein Bier ist fertig und ich erkunde weiter die Altstadt mit ihren vielen bunten Fassaden und Erkern bis ich schwer beladen zum Auto zurückkehre. Mein Heimweg führt mich über Herisau und Schwägalp wieder zurück ins Toggenburg, denn zweimal den gleichen Weg zu fahren ist ja eintönig, auch bei Schlechtwetter.

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